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Serafina (2007)

Acryl auf LW – 180 × 105 cm

Der älteste Stadtteil meiner Heimatstadt Essen heißt Werden. In den 70er Jahren verbrachte ich die Zeit zwischen Schule und Tanzunterricht an der Folkwangschule oft auf dem Pastoratsberg. Es war damals, dass ich den alten jüdischen Friedhof im Wald entdeckte. Etwas abseits des schmalen Weges unter sehr hohen Bäumen, umgeben von einem alten Zaun, das Eingangstor mit einer Kette und einem Vorhängeschloss verriegelt.
Es gab jedoch Löcher im Zaun. Ich kam dann in unregelmäßigen Abständen dorthin, beobachtete den stetigen Verfall der Anlage, die zunehmende Unlesbarkeit der Inschriften – hebräisch und deutsch – den Pflanzenwuchs – das unglaubliche Licht durch die Blätter der hohen Laubbäume im Sommer, den schmalen Weg, die bemoosten Steine und Stufen am steilen Hang im Wald über der Ruhr …
2006, nach dem Tod meiner Mutter, war ich im Oktober dort. Im Mai 2007 kam ich wieder. Der Ort war vollständig verwüstet. Der Sturm Cyrill hatte im Frühjahr eine Schneise über den Friedhof geschlagen. Die Bäume waren entwurzelt – gestürzt – und hatten riesige Schächte über den Gräbern geöffnet. Viele Steine waren gestürzt und zerschlagen. Die beiden Marmorhände, die sich auf einem Stein umfassten, waren bis zu den steinernen Handgelenken abgetrennt. Auf dem Moos fand ich 4 Finger.
Das Poem entstand damals. Es befindet sich im Bild über einem Bildzitat der hohlen Marmorhände. Der Name „Serafina“ steht dort nicht.
Der Grabstein von Fanny Simon – der die untere Hälfte des Bildes einnimmt – war einer der ganz wenigen Unversehrten.